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FotobuchKaum eine Dame von heute denkt noch an den Bischof Valentin, wenn sie darauf hofft, von ihrem Liebsten nicht vergessen zu werden. Die meisten Hoffnungen sind vergebens, denn nur, weil Valentinstag ist, wird aus einem selbstüberzeugten Chauvi kein romantischer Verführer. Meist werden schnell ein paar Blumen oder Pralinen gekauft, dann hat sich die Sache auch schon. Noch schlimmer sind die Männer, die sich als „Überraschung“ ein Haushaltsgerät oder ein einfallen lassen. Man tröstet sich, wie beim Hochzeitstag, mit dem Gedanken, dass „er“ wenigstens drangedacht hat. Schon am 15. Februar geht dann alles wieder seinen gewohnten Gang, im Trott des Alltages, im Stress des Lebens, Seite an Seite in den alten Betten.
Sicher lässt das Verliebtsein im Laufe einer langen Beziehung etwas nach. Dennoch sollte man aufpassen, dass die Gleichgültigkeit nicht Einzug hält. Dann ist eigentlich alles schon vorbestimmt. Die Liebe verfliegt, man lebt sich auseinander, die Trennung ist so gut wie beschlossene Sache. Gerade am Valentinstag kann man beweisen, dass man nicht einfach nur den Run auf die Blumengeschäfte mitmacht, sondern sich wirklich etwas einfallen lässt, um den Liebsten oder die Geliebte zu überraschen, ihr die Liebe, die man fühlt, zu zeigen. Ein Fotobuch mit erotischen Fotos kommt hier zum Beispiel in Frage. Die alt vertrauten Plätze in der Wohnung, an denen man sich in aufreizender und sinnlicher Pose räkelt, zeugen von der Innigkeit des Verbundenseins. So aufregend eine Liebe am Anfang ist, so tief und innig, deswegen aber nicht weniger explosiv kann sie nach einigen Jahren sein. Ob man jetzt allerdings nur den Valentinstag nehmen sollte, um sich auf den Menschen an seiner Seite zu besinnen, ist fraglich. Das Fotobuch voller intimer Erotik ist nur dann spannend, wenn man auch das ganze Jahr über die Liebe in Schwung halten kann. Nach einer Zeit des Schweigens kann aber ebenfalls der Valentinstag ein Weg zurück in das große, einmalige Glück sein. |